"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

4.9.2016
Balu konnte auf eine Pflegestelle umziehen. Leider ist es ihm dort gelungen, zu entfliehen. Leider wurde er noch nicht gesichtet, was das Einrichten von Futterstellen oder sonstigen Maßnahmen erschwert.

Wir geben Balu nicht auf.
Das Team vom Projekt-Pusztahunde

 

Verantwortungsvolle Tierschutzarbeit oder der Fluch und der Segen von Facebook

Unser Verein versucht, verantwortungsbewussten Tierschutz zu betreiben. Wir klären auf, wir wägen ab. Wir stehen in engem Kontakt mit Ungarn. Wir fragen dort nach, ob es passen könnte oder nicht. Wir sagen Menschen ab, wenn der Eindruck entsteht, dass es nicht passt. Wir karren Hunde nicht nach Deutschland, auf Teufel komm raus.

Bei allen Hunden, die wir vermittelt haben, hat es in den meisten Fällen gepasst. Bei einigen nicht, dann bemühen wir uns, den begangenen „Vermittlungsfehler“ zu berichtigen und alles zu einem echten Happy End zu führen.

Und solange alles gut läuft und wir Hunde und Menschen glücklich machen, ist dies keine Erwähnung wert. Zumindest nicht auf den Social Media wie Facebook. Und dann gibt es noch die Fälle, wo alles schief läuft. Wie bei dem bedauernswerten Balu. Dann wird die monatelange Vorarbeit, die geleistet wurde, das Abwägen, das Absprechen, das Aufklären, das Besprechen nicht mehr gesehen. Dann ist es „verantwortungsloses Handeln“. Ein wahrer Shit-Storm wird entfacht. Aber daraus erwächst nichts, was Balu auch nur im entferntesten helfen würde. An dieser Stelle spätestens sind auch Fakten nicht mehr gefragt. Alle die, denen der Verein nach eigenen Empfinden mal auf die Füße getreten ist, erscheinen auf der Bildfläche und machen munter mit, im Reigen des nutzlosen Emotionsaustausches.

Wir lassen uns von dieser Hysterie nicht anstecken. Wir werden uns nicht auf Schlammschlachten einlassen. Was wir tun, ist folgendes: Wir versuchen, Balu zu finden. Wir werden unser Handeln noch kritischer als bisher hinterfragen. Wir werden Vorarbeit und Nacharbeit leisten. Wir versuchen, verantwortungsvollen Tierschutz zu leisten. Zum Tierschutz gehört Mut. Mut, sich auf eine Vermittlung einzulassen. Denn eines ist sicher! Ein Hund wie Balu wird sich im Tierheim nicht weiter entwickeln. Diese Chance hat er nur, wenn er in einer Familie leben darf.

Wir bedauern zutiefst, dass für Balu die Chance, die wir geben wollten, um irgendwann einmal als glücklicher Hund zu leben, zur Katastrophe geworden ist.

Ihr trauriges Team vom PPH

 
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