"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Zuhause gefunden

Kenny, jetzt Lenny

Lieber Kenny,
deine Familie hat aus dem "K" in deinem Namen ein "L" gemacht, um deinen Namen im Rudel einzigartig zu halten.
Aber das ist auch das Einzige, was deine Familie an dir verändert hat und verändern möchte.
Denn obwohl du ein ehemaliger Kettenhund bist und eine längere Zeit im Tierheim verbracht hast, bis deine Familie dich fand, bist du ein sehr liebesbedürftiger, aber auch lernwilliger Hund.

Deine Familie kenne ich schon länger, weil sie bereits Hunde von uns adoptiert hat. Und als einer dieser Hunde vor kurzem verstarb, kam sehr schnell die Überlegung auf, einer anderen armen Seele ein Zuhause zu geben. 
Da deine Familie ein Herz für die alten oder kranken Hunde oder aber Hunde hat, die bereits längere Zeit ein Zuhause suchen, kamst du mir sehr schnell in den Sinn.
Ich hatte dich im Frühjahr kennen lernen dürfen und gesehen, was für ein toller Hund du bist. Aber, du hast Herzwürmer. Manchmal ein Grund, dass ein Hund doch kein Zuhause findet. Das sollte bei dir anders sein, denn nach einer kurzen Zeit des Überlegens war klar: Du sollst kommen!
Herzwürmer, pah! Denen sagen wir einfach weiterhin den Kampf an! Und das passiert, du wirst regelmäßig behandelt, und ich bin mir sicher, auch du wirst bald ohne diese blöden Herzwürmer leben.
Deine Familie schreibt zu dir:
Er macht jeden Tag Fortschritte... Er kann jetzt Treppen steigen und schläft ab heute in Annas Zimmer. Ansonsten ist er verträglich, auch mit fremden fremden Hunden. Ich glaube, er hat noch nicht viel gesehen von der Welt. Er hat Angst vor Fahrzeugen, Radfahrern, Traktoren, Joggern usw... Vielleicht hat er auf einem abgelegenen Gehöft gelebt. Aber wir haben ja Zeit und er kann sich langsam an alles gewöhnen. Er geht gerne spazieren und zieht nicht. 

Das hört sich alles sehr gut an, aber du musst die Mops-Hunde, die auch in deiner Familie leben nicht seltsam finden. Es sind vollwertige Rudelmitglieder und du musst sie akzeptieren lernen. Aber daran wird in deiner Familie auch mit dir gearbeitet, das weiß ich.

Lieber Lenny, ich freue mich so sehr, dass du endlich ein Zuhause gefunden hast und deinen ersten Winter in einer Familie verbringen kannst und darfst.

Wir bleiben in Kontakt, lieber Lenny,

Birgit und das Pusztahunde-Team

 

 
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