"Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt".
(Rainer M. Rilke)

Die Haltungsbedingungen der Hunde in den ländlichen Gebieten Ungarns sind oft mehr schlecht als recht: sie hängen an viel zu kurzen, schweren Ketten, sind oft halb verhungert und verwahrlost mit dicken Fellplatten am Körper.

Etliche Hunde bekommen schon im jugendlichen Alter die Schnur oder Kette umgelegt mit der Konsequenz, dass diese dann in den Hals einwachsen und herausoperiert werden müssen.

Viele Kettenhunde haben nicht mal eine Hütte oder einen Verschlag. Manche haben eine Tonne, die aber auch keinen Schutz bietet. Und es spielt auch keine Rolle, wie groß der Hund ist. Auch kleine Hunde könnnen diesem Schicksal nicht entkommen.

Solange sich der Hund in einem einigermaßen guten Ernährungszustand befindet und die Kette lang genug ist, muss er leider bleiben, wo er ist.

Leider kann man nicht jeden Hund vor diesem Schicksal bewahren. Die Kettenhaltung ist in Ungarn üblich, auch wenn man jetzt immer mehr frei auf dem Hof herumlaufende Hunde sieht. Manchmal gelingt es den Tierschützern, die Besitzer zur Herausgabe der Hunde oder zur Verbesserung der Haltungsbedingungen zu überreden. Unbelehrbare hingegen müssen mit Hilfe der Polizei überzeugt werden.

Aber man kann trotzdem helfen. Ungarische Tierschützer, die in ihrer Freizeit unermüdlich für die Tiere in ihrer Heimat im Einsatz sind, immer wieder über die Dörfer fahren und schauen, wo Hunde in schlimmen Verhältnissen leben müssen, werden vom Projekt-Pusztahunde in ihrer Tierschutzarbeit unterstützt. Es kann nicht die Lösung für die Hunde in Ungarn sein, dass man sie nur nach Deutschland transportiert. Es muss sich an den Haltungsbedingungen in Ungarn etwas verändern. Und wer kann das besser vermitteln als die eigenen Landsleute...

Dieser kleine Hundemann wurde von unseren ungarischen Tierschutzkollegen entdeckt. Sein Besitzer zeigte sich einsichtig, hat ihm eine Hütte gebaut und eine lange, leichte Laufleine angelegt. Das war für uns der Auslöser, das Projekt "Tonnenhunde" ins Leben zu rufen. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen unsere ungarischen Kollegen unterstützen, damit sie "Tonnenhunden" eine ordentliche Unterkunft zur Verfügung stellen können. Einer der ersten neuen Hüttenbesitzer ist der kleine Dackel, den Sie schon weiter oben sehen können.

Außerdem sollen die schweren Ketten gegen leichte Laufketten und die Kettenhalsbänder oder Schnüre gegen Lederhalsbänder ausgetauscht werden.

Für den nächsten Transport Anfang April 2011 haben unsere Forum-Mitglieder bereits Halsbänder, leichte Karabiner und Laufketten gestiftet. In Zukunft werden wir Sie an dieser Stelle über den jeweiligen Bedarf an Hundehütten etc. informieren.

 
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