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Pauls Kampf gegen die Herzwürmer

26.05.2023
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

Herzwürmer sind nach wie vor ein Thema bei uns. Und ziemlich oft springen Interessenten daher auch ab. Den Hund ja, aber bitte ohne Herzwürmer. Kann man verstehen, denn Unbekanntes macht Angst. Wir möchten euch daher heute von Paul berichten, den wir 2021 vermittelt haben… herzwurmfrei…dachten wir zumindest, denn sein Herzwurmtest war negativ. Es sollte alles anders kommen.

Lest hier den Bericht, den Pauls Herrchen geschrieben hat:

"Am 27. März 2021 hat sich etwas für uns verändert, Paul trat in unser Leben!

Bereits im Spätherbst 2020 haben sich meine Frau und ich uns verstärkt im Internet über die Aufnahme eines Hundes informiert, nein wir hatten keine „Corona Langeweile“. Über eine Empfehlung aus der Verwandtschaft kamen wir zum Verein „Projekt-Pusztahunde“ und haben uns dort in Paul (ehemals Kevin) verliebt. Der Kontakt wurde hergestellt, und nach Abarbeitung aller bürokratischen Angelegenheiten und Besichtigung unserer Hofstelle durch eine Beauftragte des Vereins, konnten wir den Schutzvertrag für die Übernahme von Paul unterschreiben.

Am 27. März 2021 war es dann so weit, auf einem Autobahnrastplatz haben wir auf ihn ungeduldig gewartet und nach kurzer Zeit bog der Transporter auf den Parkplatz ein. Der Erstkontakt war ein emotionales Feuerwerk der Gefühle für beide Seiten. Paul, der gerade einmal 11 Monate alt war und davon ca. 8 Monate an der Kette auf einem verlassenen Hof in Ungarn fast verhungert wäre und lebenslang sichtbare Blessuren von sich getragen hat, kletterte aus dem Wagen und begrüßte uns überschwänglich mit wedelndem Schwanz und freudigem Gejaule. Fressen und Saufen war in diesem Moment für ihn nicht wichtig, trotz aller Pein, die ihm Menschen angetan haben, hat er uns sofort in sein Herz geschlossen.

Kurz und gut, Paul ist bei uns angekommen und er ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Kommen wir zum Wesentlichen dieses Berichtes, der Gesundheitsvorsorge des uns anvertrauten Tieres. In den ausführlichen Begleitschreiben des Vereins wird darauf hingewiesen, im Laufe der ersten Woche eine Kotprobe in der Tierpraxis abzugeben, um sie dort auf Würmer, Kokzidien und Giardien untersuchen zu lassen, bei Paul wurde ein Befall mit Giardien nachgewiesen. Giardien sind Dünndarm-Parasiten, die über verschiedene Quellen oral aufgenommen werden und bei Nichtbehandlung letztendlich zur Schwächung des Immunsystems des Hundes führen können. Die Behandlung wurde konsequent nach Weisung der Tierärztin durchgeführt und nach 2 Monaten war Paul davon befreit.

Weiterhin wird 6 Monate nach der Einreise des Hundes eine Blutuntersuchung auf „Mittelmeer-Krankheiten“ vorgeschrieben (Anmerkung des Vereins: wir empfehlen dies), welche wir natürlich haben machen lassen. Obwohl schon vor der Ausreise eine Blutuntersuchung im Auftrag des Vereins gemacht wurde und alle Tests „negativ“ verlaufen sind, wurde bei Paul ein Befall mit Herzwürmern festgestellt. Herzwürmer (Filariose) werden über den Stich verschiedener Insekten übertragen und siedeln sich letztendlich in den Lungenarterien, bzw. auch in der rechten Herzhälfte an. Eine fehlende Behandlung kann (unter anderem) zum Leber- oder Nierenversagen führen. Verzögert man die Therapie um Monate, dann kann es bei starkem Befall aufgrund des massiven Absterbens der Filarien zu einer Embolie oder sonstigen schweren Reaktionen kommen. Wir waren natürlich geschockt von dieser Nachricht und haben uns über die Tierarztpraxis und auch im Internet über die Behandlungsmethoden informiert. Unsere Tierärztin hat uns die zwei Varianten der Therapien ausführlich erläutert, sowohl die „Goldrand-Methode“ mit Klinikaufenthalt und Arsen-Spritzen etc. als auch die „Slow-Kill-Methode“ mit Antibiotikum und Spot-On. Wir haben uns für die zweite entschieden, welche langwieriger und exakt eingehalten werden muss, aber auch wesentlich schonender für das Tier ist.

Also begannen wir im September 2021 mit der vierwöchigen Gabe von Antibiotikum (Doxycyklin) und anschließend 11 Monate lang die regelmäßige (!) Gabe eines Spot-On. Unsere Tierärztin empfahl uns, Paul während dieses Zeitraumes möglichst nicht zu stark körperlich zu belasten, was aufgrund seiner Rasse, Deutschkurzhaar-Mix und seinem jagdlichen Instinkt sowie seines Alters sehr schwierig werden sollte. Letztendlich haben wir nach anfänglichen Einschränkungen, ihm immer mehr Freiraum gelassen, und was soll ich sagen: Er konnte seinem physischen Anspruch voll gerecht werden!

Am 23. September 2022 erhielten wir die erlösende Nachricht: Paul ist von Herzwürmern befreit!

Abschließend möchte ich dringend auf die Durchführung der Blutuntersuchung nach 6 Monaten Aufenthalt hinweisen und bei Befall durch Herzwürmer, sich immer eine zweite Meinung für die Behandlung geben lassen und gerne auf die Erfahrung des Vereins „Projekt-Pusztahunde“ zurückzugreifen.

J-J Siewert

Wir als Verein bedanken uns bei Pauls Herrchen, dass er unserer Empfehlung gefolgt ist, den negativ getesteten Hund nach 6 Monaten erneut testen zu lassen. Macht Sinn, wie man sieht. Auch wenn es nicht häufig passiert, dass ein Test "falsche" Ergebnisse zeigt, so ist man mit einer erneuten Testung anschließend doch auf der ganz sicheren Seite. Die Blutabnahme ist eine Momentsache. Und es gibt Parameter, die die Ergebnisse verfälschen können...zum Beispiel der Zeitpunkt der Blutabnahme. 

Pauls Bericht soll euch darüber hinaus Mut machen, wenn ihr euch in einen Hund mit Herzwürmern verliebt, euch aber nicht traut, ihn zu adoptieren, eben wegen der Herzwürmer. In der Regel!! führt die Slow Kill Methode zum Erfolg. Dazu kommt, dass diese Methode relativ kostengünstig ist. UND, was uns sehr wichtig erscheint, sehr verträglich für die Hunde. Nebenwirkungen kommen ganz selten vor. Gelegentlich vertragen die Hunde das Antibiotikum nicht gut, was oft mit einem Magenschutz deutlich verbessert werden kann. Und vielleicht verträgt der ein oder andere Hund eine Sorte Spot on nicht (wir hatten nun öfter mal den Fall, dass Hunde nach der Gabe eines bestimmten Spot ons zu husten angefangen haben), dann sollte man auf ein anderes zurückgreifen.

Wir wurden in der Vergangenheit sogar schon einmal von einem Tierarzt angeschrieben, der uns verklagen wollte, weil wir die Slow Kill Methode (für unsere Hunde!!!) empfehlen. Aber wisst ihr...zum einen KÖNNEN wir die Arsen-Methode im Tierheim nicht anwenden, selbst wenn wir es wollten (was wir nicht tun). Die Hunde müssen über Wochen ruhig gehalten werden und unter Aufsicht sein. Wie soll das gehen, bei der relativ hohen Anzahl der Hunde mit Herzwürmern. Aus der Ferne kann man gute Ratschläge geben. Aber die haben oft mit der Realität vor Ort nichts zu tun. UND, noch viel wichtiger... der Erfolg gibt uns recht. Von 100 unserer Hunde, die Herzwürmer haben und konsequent mit der Slow Kill Methode behandelt werden, werden 99 herzwurmfrei. Ein Prozent fällt durchs Raster, z.B. weil ihr Befall zu stark ausgeprägt ist. Das sind oftmals alte Hunde, die schon seit Jahren Herzwürmer haben.

Leider gibt es in vielen Gebieten Europas Herzwürmer. Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr einen Hund mit Herzwürmern habt. Es gibt für (fast) alles eine Lösung.

Herzlichst, euer Pusztahunde-Team

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